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Livebilder aus unseren Nistkästen

In der Zehntscheune gibt es schon lange „gefiederte Untermieter“ – neben Mauerseglern brüten in einem großen Nistkasten auch Turmfalken oder Dohlen, früher sogar Schleiereulen.

Die Nistkästen wurden von der BUND-Ortsgruppe Heckengäu gesponsert, eingebaut, regelmäßig gereinigt und somit seit vielen Jahren betreut.

Nun erlauben die Kameras von Martin Daferner (www.brutkiste.de) einmalige Einblicke in das ansonsten geheime Vogelleben und begeistern hoffentlich viele Menschen für die Natur und fördern das Bewusstsein für eigene Aktivitäten zum Artenschutz.

Live und in Echtzeit kann nun hautnah das Leben einer Vogelfamilie beobachtet werden:



Brutkiste 1 (Turmfalken - Zwei Junge)
Brutkiste 1

Brutkiste 2 (Mauersegler - Drei Junge)
Brutkiste 2

Brutkiste 3 (Mauersegler - Drei Junge)
Brutkiste 3

Dohle:

Kjak oder schack ruft es zum Glück noch im Himmel über Heimsheim. Wegen ihrer Vorliebe zu Kirchtürmen nannte man sie früher auch des „Pfarrers schwarze Taube“.

Die Dohle ist ein geselliger Vogel und wählt ihren Partner fürs Leben. Ursprünglich ein Steppenvogel, hat sie sich dem Menschen angeschlossen und brütet an hohen Gebäuden. Die Erwachsenen tragen außer ihrem schwarzen Gefieder, einen silbergrau gefärbten Hinterkopf und Nacken.

Dohlen sind sehr stimmbegabt. Sie ahmen auch Geräusche aus ihrer Umgebung nach.

Als fürsorgliche Eltern, beteiligen sich beide Altvögel gemeinsam am Nestbau. Ende März legt das Weibchen vier bis sechs Eier. Nach ca. 18 Tagen schlüpfen die Jungen. Der Vater versorgt das Weibchen in dieser Zeit mit Futter. Nach 30-35 Tagen verlassen die Jungen das Nest und werden noch 4 Wochen lang von den Eltern versorgt.

Ihre Nahrung suchen Dohlen am Boden. Als Allesfresser stehen Würmer, Käfer, Spinnen, Schnecken, Fallobst und Samen auf ihrer Speisekarte.

Dohlen sind sehr intelligente Tiere und zeichnen sich durch ein hoch entwickeltes Familien- und Gesellschaftsleben in ihrer Kolonie aus.

Mauersegler:

Pünktlich, fast immer um den 1. Mai, kehren alljährlich die Mauersegler aus dem Süden nach Heimsheim zurück. Die hier geborenen Jungvögel haben ihre ersten beiden Lebensjahre komplett im Flug verbracht!

Ja, auch während die Vögel schlafen, befinden sie sich im Flug in einer Höhe von ca. 2.000-3.000 Metern! Sie legen pro Jahr 200.000 km zurück und schaffen Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h!

Die Leichtgewichte wiegen zwischen 40-45 g und brauchen täglich 15 g Nahrung in Form von Kleininsekten, die sie im Flug erjagen.

Seit 2006 besteht eine Kolonie von 5 Brutpaaren in speziellen Nistkästen in der Zehntscheune. Meist gegen Ende Mai legt das Weibchen 2-3 Eier, aus denen nach 18-20 Tagen die Jungen schlüpfen. Beide Alttiere wechseln sich die erste Woche beim  wärmen der Jungen ab.

Schon Ende Juli verlassen uns diese faszinierenden Segler wieder und ziehen in ihre Winterquartiere in die Mittelmeergebiete und bis in den Süden von Afrika.

Mauersegler sind auf Nischen und Hohlräume in unseren Gebäuden angewiesen. Durch Renovierungen an Fassaden / Dächern gingen und gehen viele ihrer Brutplätze verloren.

Mit speziellen Nistkästen kann ihnen geholfen werden.

Helfen auch Sie mit, dass ihre typischen „Shrii, Shrir-Rufe“ nicht eines Tages bei uns verstummen!

Anfragen an die BUND-Ortsgruppe Heckengäu: https://heckengäu.bund.net/

geschrieben am 28.05.2021 um 10:48 Uhr.
 
 
 
 
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